91. Männer trauern anders
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Männer trauern nicht weniger – sie trauern häufig anders als Frauen . Oft versteckter, funktionaler. Manchmal kämpferisch. Und manchmal so tief, dass ihnen die Worte fehlen. In dieser Podcastfolge spreche ich darüber, warum das so ist – und was Männern in ihrer Trauer wirklich hilft. Wenn du Männer besser verstehen möchtest – oder selbst ein Mann bist, der trauert – dann ist diese Folge für dich.
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Shownotes:
Jakobs Geschichte findest du im ersten Buch der Bibel. Im Buch Genesis. Jakobs Kampf mit Gott findest du im 32. Kapitel. Über Hiobs Geschichte wurde ein ganzes biblisches Buch geschrieben, das Buch Hiob. Und Davids Geschichte findet sich ausführlich im 1. und 2. Buch Samuel (über den jungen Hirten David, seine Zeit an König Sauls Hof, David als Psalmendichter und Harfenspieler, sein Kampf mit Goliath, David als König, Gottes Bund mit David).
Persönliche Psalm‑Meditationen
Und hier kommen die versprochenen Psalm-Meditationen zu Psalm 23, Vers 4: “Auch wenn ich durch das finstere Tal gehe, du bist bei mir.”
Nr. 1 ( kämpferisch)
Gott, ich gehe weiter. Nicht weil es leicht ist, sondern weil ich mich nicht brechen lasse. Dieses Tal frisst Kraft, aber es kriegt mich nicht klein. Der Schmerz schlägt zu, doch ich stehe wieder auf.
Du bist bei mir – nicht als Trostpflaster, sondern als Rückgrat. Als Stärke, die bleibt, wenn meine eigene wankt. Ich gehe weiter. Mit Wut, mit Mut, mit dir an meiner Seite. Und dieses Tal wird mich nicht besiegen.
Nr. 2 (still, mit Raum für Schweigen)
Gott, ich sage wenig. Manchmal gar nichts. Die Worte sind wie Steine, die ich nicht heben kann. Ich ziehe mich zurück, weil Worte mir nicht helfen und Menschen mich überfordern.
Dieses Tal ist dunkel, und ich habe keine Kraft, mich dagegen aufzulehnen. Ich will einfach nur durchhalten. Atmen. Weitergehen, so wie ich es kann.
In meinem Schweigen bist du nicht fern. Du drängst dich nicht auf, du fragst nichts, du erklärst nichts. Du bleibst einfach da. In dieser Stille, in der ich kaum spüre, was in mir lebt, bist du der leise Grund, auf dem ich noch stehe.
Ich gehe weiter, nicht stark, nicht mutig, aber getragen. Denn du bist bei mir.
Nr. 3 (suchend)
Gott, ich gehe. Nicht weil ich stark bin, sondern weil ich keine Wahl habe. Dieses Tal liegt vor mir wie ein Schatten, und jeder Schritt erinnert mich daran, was ich verloren habe.
Ich spüre die Leere, die Stille, den Schmerz, der sich weigert, nachzulassen. Ich versuche, mich zusammenzuhalten, doch manchmal bricht etwas in mir, lautlos, mitten im Alltag.
Aber in diesem Vers höre ich etwas, das mich nicht zwingt, nicht beschönigt, nicht vertröstet. Es sagt nur: Ich bin nicht allein. Wenn ich weitergehe, gehst du mit. Wenn ich falle, fällst du nicht von mir ab. Wenn ich schweige, hörst du trotzdem.
Gott, bleib an meiner Seite, auch wenn ich dich kaum spüre. Halte mich, wenn ich mich selbst nicht halten kann. Und führe mich durch dieses Tal, bis wieder ein Licht zu sehen ist. Du bist bei mir. Und das genügt für heute.
Nr. 4 (müde)
Gott, ich bin müde. Nicht nur körperlich — müde im Innersten. Müde vom Erinnern, vom Vermissen, vom Aushalten. Ich gehe weiter, aber ohne Kraft. Mehr ein Gleiten, ein Ziehen, ein Schritt, dann Stehenbleiben.
Ich sage wenig. Manchmal gar nichts. Und in diesem Schweigen bist Du einfach da, leise genug, dass ich nicht erschrecke, nah genug, dass ich nicht falle.
Als katholische Seelsorgerin und Trauerbegleiterin unterstütze ich dich in meinem Podcast auf deinem Trauerweg.
Du erhältst Anregungen zur persönlichen Trauerbewältigung, die du in aller Freiheit ausprobieren kannst.
Hast du Fragen, Anregungen oder wünschst dir, dass ich etwas aufgreife? Dann schreib mir einfach eine E-Mail oder kontaktiere mich über Social Media.
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